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Ausstellung 2008/Projekt 2013/2

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Kunst leben

Kunstgeschichte bildet nur einen Teil ab, und zwar den Teil jeder Epoche, den der Markt, der Betrieb um die Kunst in den jeweils geltenden Kunst-Kanon aufgenommen hat. Das ist ein subjektiv ausgesuchter Teil der Macht-Inhaber auf dem Kunst-Markt; es gibt und gab immer noch sehr viel mehr an gelebter Kunst, an entstandenen Objekten, an verschiedenen Schulen und Auffassungen, an Projekten, gerade auch an vergänglich angelegten Kunst-Projekten. Wenn da gerade keine interessierter Journalist, keine Kamera in der Nähe war, sind das Sachen, die für alle Zeiten vergessen sind — aber es hat sie gegeben, und sie wurden von Menschen gesehen. Die Wirkung auf diese Menschen macht die Kunst aus, das Zusammenspiel des Kreativen mit seinem Publikum, selbst, wenn es nur ein Mensch gesehen hat. Und dass der Kreative seinen Kunstbegriff lebt, egal, ob auch nur ein Hahn danach kräht.

Und Du, Kind, darfst es auch leben, wenn Du magst. Egal wie, ob Du die gesponserte Variante zu leben anstrebst oder die Off-Variante. Alles hat Vor- und Nachteile. Aber das ist nur der Rahmen. Mit Deinen Arbeiten, was immer auch entsteht, hat das nichts zu tun. Und Du darfst einfach anfangen. Auch schon mit Deinen 13 Jahren, und stolz sein auf das Objekt, das einen Sommer lang in einem Museums-Garten steht.

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Ausstellung_2008_1

Ausstellung 2008/Projekt 2013/1

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Der Einstieg

Kunst ist für alle Menschen; für mich ausnahmslos. Es machte keinen Sinn, wenn sie nur für eine Elite wäre, die umeinander kreist und sich nur untereinander verstünde. Das bedeutet, dass sich Kunst mehr, noch viel mehr öffnen müsste, um Menschen einzuladen. Einladen, nicht ausschließen! Das bedeutete, dass alle Menschen, die der Einladung folgten, KUNST LEBEN dürften, egal, ob sie sie erschafften oder sich mit ihr als Betrachter auseinandersetzten oder beide Positionen gleichzeitig lebten. Egal, ob man ihnen offiziell bescheinigt hat, dass sie beides auch „können“, oder eine solche Bescheinigung fehlt. Es dürften sich auch alle, egal wie, eben auf ihre Art dazu äußern, und alle täten gut daran, einander zuzuhören. Für mich müsste sich ein Kunst-Experte (kommt immer aus dem BETRIEB um eine Sache) mit einem Kunst-Laien (kommt immer aus dem LEBEN mit wenig oder ohne direkten Bezug zur Sache) ohne Augenverdrehen unterhalten können und umgekehrt; beide müssten Fragen und Antworten des anderen ernst nehmen, und zwar nicht gespielt, sondern herzlich. (Die Fragen und Antworten des Laien sind übrigens zum Enttarnen mancher Dinge, die der Elite weiter umeinander kreisen hilft, ziemlich wichtig, ähnlich unwiderstehlichen Kinderfragen.)

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