Der Einstieg

Kunst ist für alle Menschen; für mich ausnahmslos. Es machte keinen Sinn, wenn sie nur für eine Elite wäre, die umeinander kreist und sich nur untereinander verstünde. Das bedeutet, dass sich Kunst mehr, noch viel mehr öffnen müsste, um Menschen einzuladen. Einladen, nicht ausschließen! Das bedeutete, dass alle Menschen, die der Einladung folgten, KUNST LEBEN dürften, egal, ob sie sie erschafften oder sich mit ihr als Betrachter auseinandersetzten oder beide Positionen gleichzeitig lebten. Egal, ob man ihnen offiziell bescheinigt hat, dass sie beides auch „können“, oder eine solche Bescheinigung fehlt. Es dürften sich auch alle, egal wie, eben auf ihre Art dazu äußern, und alle täten gut daran, einander zuzuhören. Für mich müsste sich ein Kunst-Experte (kommt immer aus dem BETRIEB um eine Sache) mit einem Kunst-Laien (kommt immer aus dem LEBEN mit wenig oder ohne direkten Bezug zur Sache) ohne Augenverdrehen unterhalten können und umgekehrt; beide müssten Fragen und Antworten des anderen ernst nehmen, und zwar nicht gespielt, sondern herzlich. (Die Fragen und Antworten des Laien sind übrigens zum Enttarnen mancher Dinge, die der Elite weiter umeinander kreisen hilft, ziemlich wichtig, ähnlich unwiderstehlichen Kinderfragen.)

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2 Gedanken zu “Der Einstieg

  1. Die Wissenschaft arbeitet begrifflich, und der Begriff beruht auf der Unterscheidung und der überwölbenden Zusammenfassung. Wenn man sagt, dieses Bild ist ein Kunstwerk, dann hat man es unterschieden von Anderem, jedoch zusammengefasst mit allen anderen Kunstwerken. Diese Methode, mit dem Begriff die Wirklichkeit zu zerschneiden und das Zerschnittene wieder zusammenzufassen, scheint hinter dem ganzen wissenschaftlichen Verfahren zu stecken. Ist aber nicht eher ein Verhalten richtig, das nicht mit dem Zerschneiden beginnt, um dann wieder zusammenzusetzen, sondern das mit dem Geltenlassen des Unzerschnittenen beginnt?!

    Frei zitiert nach Carl Friedrich von Weizsäcker

    • Hallo Uwe,

      ein herzliches Dankeschön für Deinen Beitrag!

      Geltenlassen schadet Marktstrategien. Es hat sich leider ein Konstrukt rund um das (im weitesten Sinne) kreativ-Sein von Menschen gebildet, das mit den Werken, mit den Arbeiten, mit den Ausdrücken dieser Menschen nicht mehr viel zu tun hat…….

      viele Grüße,
      Sabine

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