Die NachDenkSeiten über „fühlen“ und „mitnehmen“

Was hat dieser politische Beitrag, den man hier hören kann, mit Kunst zu tun?

Nun, zum einen geht es um Sprache, und Sprache war immer schon auch ein Mittel des künstlerischen Ausdrucks. Die Analyse von Marcus Klöckner macht anhand von Beispielen deutlich, dass Sprache – neben dem Wunsch nach Verständigung und dem Mittel zu ästhetischem Ausdruck – auch als Manipulationsmittel verwendet werden kann, schon immer wurde und wird.

Hier ist sozusagen das offene und wache Ohr gefragt:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=40414

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Was wir alle draus machen

http://www.xing-news.com/reader/news/articles/1079689?cce=em5e0cbb4d.%3AeE_8hx4se20pYOOiFbfnAF&link_position=digest&newsletter_id=28960&toolbar=true&xng_share_origin=email

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Ist es nicht, was wir alle draus machen?

Ich sehe die facebook-Situation so ähnlich wie meine übrigen Sozialkontakte: wenn mehr oder weniger offene Ablehnung stattfindet, setze ich mich sachlich auseinander oder bleibe friedlich weg; es gibt Smalltalk, der richtig nett ist und durchaus nützlich für ein grundsätzlich wohlwollendes Miteinander, und es gibt tiefer gehende, sehr konstruktive Äußerungen, aus denen manchmal – vielleicht zu selten – äußerst fruchtbare Gespräche entstehen.

Mir ist völlig klar, dass facebook ein gewinnorientiertes Unternehmen ist, das unsere Daten abgreift und nicht an einer „besseren Welt“ interessiert ist. Ich empfinde es aber als schwierig, eine Sache, die alles sein kann, die man als Nutzer so oder anders ausgestalten kann, in Bausch und Bogen zu verurteilen. Insofern klingt Palihapitiyas Bedauern in meinen Ohren überzogen:

„Ich denke, wir haben Tools geschaffen, die die Struktur unserer Gesellschaft auseinanderreißen […] Die kurzen, von Dopamin gesteuerten Feedback-Schleifen, die wir kreiert haben, zerstören, wie die Gesellschaft funktioniert.“

Und weiter heißt es auf Xing: „Durch die Pseudo-Interaktion auf die geposteten Inhalte finde kein ziviler Diskurs und keine Kooperation mehr statt; stattdessen dominierten Fehlinformationen und Unwahrheiten [als] ‚ein globales Problem‘.“

Sind wir nicht alle gefragt, das mitzugestalten? Wie stellen wir uns zu den Dingen; wie leiten wir beispielsweise Kinder und Jugendliche an? Wie gehen wir damit um, dass es überall um Profit geht und alle dem ausgesetzt sind; wie gehen wir beispielsweise mit Werbung für Kinder und Jugendliche um, die legal jeden Tag stattfindet, ob mit oder ohne facebook?

Was tun wir beispielsweise in Schulen dafür, dass es irgendwann vielleicht zwar genauso fies wie heute ist, es mit Social Bots zu tun zu haben, ihnen aber dadurch ein Stück ihrer Macht genommen wird, indem junge Menschen angeleitet werden, weniger impulsiv auf kurze Schlagsätze anzuspringen und das Auseinandersetzen nicht zu verlernen, immer wieder das selbst-Denken zu trainieren, um die Karren erkennen zu können, vor die sie gespannt werden sollen, wenn sie vor solche gespannt werden sollen? (Ich entschuldige mich aufrichtig für diesen Satz!)

Ob „ziviler Diskurs“ stattfinden kann, dazu schaffen doch wir die Bedingungen! Ob wir kooperieren, uns zusammenschließen, das entscheiden doch wir!

facebook ist und bleibt ein kapitalistisches Unternehmen. Ich stelle mir aber vor, wie viel gewonnen wäre, würden all die, die nicht an einer verbalen Prügelei interessiert sind, diese Stränge dort ver- und die Wort-Hooligans unter sich zurücklassen. Und möchte man bleiben: dass man in aufflammender Wut nicht in diesem Gefühl antwortet, sondern den oft wichtigen Zorn in Argumente und Sachlichkeit ummünzt. Wenn möglichst viele darauf achteten, würde das sowohl den Bots als auch den Trolls Macht entziehen. Ich stelle mir vor, dass jeder, der sich dort bewegt, es sowohl thematisch als auch im Umgang miteinander so ausreichend ernst nähme, als sei er nicht virtuell unterwegs, denn für viele macht das einen Unterschied. Doch: kaum jemand käme auf die Idee, sich im Bus in das Gespräch hinter ihm einzumischen, obwohl man jedes Wort versteht. Und machte es eine Einmischung nötig, drehte man sich ja auch nicht sofort mit den Worten ‚Sie Blödmann haben ja keine Ahnung!‘ um.

Es ist so viel Gutes mit diesem Medium möglich, ob Privatunternehmen oder nicht. Und höchstwahrscheinlich ist es nur als Privatunternehmen mit Gewinnerzielungsabsicht in diesem weltumspannenden Umfang realisierbar; wohlmeinende Einzelpersonen, die ein gemeinnütziges Unternehmen dieser Reichweite führten, kämen ja mit der Kontrolle gar nicht hinterher oder wären schon arm geklagt. Niemand würde das auf sich nehmen.

So bleibt uns nur der wache Blick, wieder einmal, wenn wir unsere guten Dinge nicht aus Scheu vor Eigenverantwortung opfern wollen.

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Lesenswert!

Neues Jahr, neue Reihe. Meine Gespräche zur Kunstvermittlung

 

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Fährten

Nach den Netz-Erlebnissen der vergangenen Woche kann ich, bevor ich zum Thema komme, einmal schildern, wie ein Blog-Beitrag entsteht, der zunächst auf Themen anderer fußt.

Über meinen Kunst-Bloggerkollegen Stefan bekam ich einen interessanten Link-Tipp:

http://www.tanjapraske.de/,

über den ich dann den nächsten interessanten Blog entdeckt habe:

http://www.kulturtussi.de/.

Auf diesem nun stand der Beitrag zur Ausstellung der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe „Ich bin hier!“(http://www.kunsthalle-karlsruhe.de/de/ausstellungen/ich-bin-hier.html), auch verschlagwortet unter #ichbinhier , die sich mit Selbstbildnissen von Künstlern auseinandersetzt und mit „von Rembrandt zum Selfie“ untertitelt ist.

Im Zuge dieser Ausstellung gab es ein Begleitprogramm, und innerhalb dessen eine Podiumsdiskussion:

„Selfies, Emojis und die Verwendung von Bildern in den Sozialen Netzwerken“, ein Gespräch mit dem Kunsthistoriker und Kulturwissenschaftler Wolfgang Ullrich, Anke von Heyl, ebenfalls Kunsthistorikerin und eben jene Bloggerin „Kulturtussi“, Prof. Dr. Müller-Tamm, Direktorin der Kunsthalle (die mir in ihrer Art sehr gefallen hat, weil sie im Gespräch mit der Zuhörerschaft nachfragte, um adäquat antworten zu können, und spürbar um deutliche Antworten bemüht war) und Dr. Alexander Eiling, dem Kurator der Ausstellung. Moderiert hat Christian Gries, Kunsthistoriker und Medienentwickler.

Anke von Heyl hat den Mitschnitt der Diskussion, abrufbar unter https://www.youtube.com/watch?v=wKuY7SAUlXg, in ihren Blog-Beitrag eingefügt.

Als ich ihn sah, war es schon spät, SEHR spät, so dass ich mich durch einen Verhörer noch kurz mit dem flämischen Maler Frans Boels auseinandergesetzt habe, wo doch eigentlich von Alfred Otto Wolfgang Schulze die Rede war, dem Fotografen, Maler und Grafiker, der sich Wols genannt hat. Wols, nicht Boels! Dazu, was über ihn gesagt wurde, komme ich später, denn das war mein Anreiz zu diesem Blog-Beitrag, selbstverständlich zusammen damit, was wie auf dem Podium besprochen wurde.

Dieses ging von grundsätzlichen Fragen von Kommunikation und Rezeption, z. B. ob „kurz und knapp“ den Dingen gerecht werden kann (Stichwort Hashtag), darüber, wie ein Museum arbeitet und wessen „Anwalt“ es sein soll (der der Künstler oder des Publikums), schließlich zur „Aufmischung“ des Kunstkanon, thematisiert im anschließenden Dialog mit der Zuhörerschaft.

Ich fand alles spannend, weiterdenkenswert und möchte meine Gedanken (nicht alle; es kommen minütlich neue dazu 😉 ) gerne teilen.

Beginnen möchte ich mit der Aktion der Alten Pinakothek in München, „My Rembrandt“ – #myRembrandt – (http://myrembrandt.de/die-aktion-der-pinakotheken/), die beispielhaft angesprochen wurde. Ich begrüße die Idee des Blickwechsels auf Bekanntes sehr; das ist in der Kreativität DAS Motto schlechthin, also kann es doch auch für die Herangehensweise an Kunst so falsch nicht sein, sollte man meinen. Dr. Eiling gab allerdings zu bedenken, dass die Aktion die Qualität von „Amélies Gartenzwerg“ hätte, über den man, wenn auch durch die Welt reisend und auf Fotos an verschiedenen Plätzen verewigt, dadurch nichts Neues lernen oder erfahren würde, und so eben auch nicht über den „reisenden Rembrandt“. Ich finde nicht nur den zitierten Film (wer nicht weiß, wovon die Rede ist, hier der Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=LM0sZZ1xFDs) ganz wunderbar, sondern das Besondere liegt bei den angesprochenen Szenen in meinen Augen in der Reaktion des Vaters auf die Post, die er – angeblich eben vom Gartenzwerg – erhält. Am Ende reißt ihn eben diese Aktion aus seiner Lethargie; er beschließt seine Trauer um den Tod der Ehefrau und beginnt mit dem Reisen. Was, wenn der „reisende Rembrandt“ auch etwas Elementares in den Betrachtern und/oder in jenen, die ihn mitnahmen, auslöste, und die so Eingebundenen vielleicht durch die Aktion erst begönnen, sich auseinanderzusetzen? Es muss ja nicht gleich jeder sofort die Koffer packen; es gibt durchaus andere Umsetzungsmöglichkeiten…

Wie wird ein Museum seinem Bildungsauftrag bei gewandelten Ansprüchen gerecht? Wie erreicht es die Menschen? Es war auch Dr. Eiling, der die Anwaltschaft der Museen ansprach und fragte, wem gegenüber diese gelte: den Künstlern oder den Besuchern? Meine Frage wäre: muss man sich da entscheiden? Ist „Anwalt“ dann eventuell nur der falsche Begriff? Geht es nicht auch da um Vermittlung? Denn Anwälten ist zu eigen, dass sie für eine Seite plädieren und in ihrer fachspezifischen Sprache oft nur vom Hohen Gericht verstanden werden, nicht immer auch von jenen, die sie vertreten… vor Gericht ist nur das Urteil von Belang, der Ausgang einer Angelegenheit, aber in der Kunst, bei der die Herleitung eine so entscheidende Rolle spielt…? Da fänd‘ ich es konstruktiver, wenn der „Anwalt“ auch vom „Volk“ verstanden würde; der Vermittler vom Publikum. Aber eventuell ist eben das die Aufgabe der ausgesprochenen „Kunstvermittler“ im Gegensatz zum „Ort der Sammlung“, der das vielleicht nicht leisten muss… Ich allerdings kann das Museum nicht ohne (eigenen) Vermittlungsauftrag denken…

womit wir wieder beim Publikum wären. Ich erlebe es so, dass, wenn Kunst nicht ins Leben geholt wird, kein Publikum für sie aufsteht, jedenfalls nicht die anvisierte Zielgruppe (es war explizit die Rede von den 20 bis 40jährigen), wenn sie nicht ohnehin mit Kunst zu tun hat.

Meines Erachtens muss der Kunstbetrieb sich aber entscheiden, ob er wirklich außerhalb verhandeln möchte (mir ist bewusst, dass dieser das nicht als Verhandlung sieht 😉 ), denn wenn er das Publikum hereinholt – oder die Kunst ins Leben holt – bekommt er die ganze Bandbreite und irgendwann erreicht ihn auch Mitsprachewunsch (mir ist bewusst, dass dieser belächelt wird; am Ende mehr dazu im Fazit). Oder er versteht sich nur als „Ort der Sammlung“ und kann weiterhin Distanz zum Publikum wahren…

Es war vom „Königsweg“ die Rede, wenn man es als Museum schafft, sein Publikum emotional an sich zu binden. Für mich sollte es da keine Konkurrenz geben; es ist schon schwer genug, das Publikum an die Kunst zu binden, geschweige an ein bestimmtes Haus. Was es mir in der Rolle des Rezipienten in jedem Falle leicht macht, ist, wenn sich innerhalb des Kunstbetriebes etwas ändert oder ergänzt wird, was früher anders oder „unergänzt“ gelehrt wurde, und jetzt komme ich zu Wols. Nach meiner Nachfrage im „Kulturtussi“-Blog bekam ich Antwort sowohl vom Museum:

„Liebe Sabine Pint,

Sie hatten nach Wols gefragt, deshalb hier ein paar Infos zu ihm und seinen Werken. Nach einer kurzen Episode des Erfolges, in der Wols als Fotograf für den „Pavillon de l`Elegance“ auf der Weltausstellung in Paris arbeitete, erfolgte nach dem Eintritt Frankreichs in den Zweiten Weltkrieg die Inhaftierung als „feindlicher Ausländer“ in unterschiedlichen Internierungslagern. Die Heirat mit Grety ermöglichte im Oktober 1940 seine Entlassung, das Ehepaar lebte bis zur Besetzung Südfrankreichs 1942 in Cassis bei Marseille und bemühte sich dort erfolglos um ein Visum für die USA. Erstaunlicherweise entstanden in diesen schwierigen Jahren zahlreiche Zeichnungen, Aquarelle und Fotografien, unter anderem eine Reihe von Selbstportraits, in der sich Wols offensichtlich mit Ausdrucksstudien beschäftigte. Laut einer erhaltenen Notiz aus dieser Zeit sah er sich im französischen Wörterbuch Larousse den Artikel „Expression“ an, in dem drei Illustrationen die Gefühlslagen „Calm“ (Gelassenheit), „Tristesse“ (Traurigkeit) und „Gaiete“ (Fröhlichkeit) wiedergeben. Offensichtlich regte diese Lektüre den Künstler zu Experimenten mit fotografischen Selbstportraits an, die zur vorliegenden Serie führten. Die in der Ausstellung gezeigten Fotografien sind Abzüge der Originalnegative, die 2001 auf Initiative der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg hergestellt wurden. Sie sind schon vor der Ausstellung als Bestandteil seines Werks anerkannt worden.

Viele Grüße

Ihr Kunsthallen-Team“

als auch von Anke von Heyl, die mir das bestätigte, was ich von der Podiumsdiskussion mitgenommen hatte: dass dort in Karlsruhe etwas von einem Künstler ausgestellt wird, das zumindest „früher nicht als Bestandteil seines Werkes anerkannt wurde“. Die Ganzheitlichkeit, mit der in diesem Beispiel an den Menschen Wols herangegangen wird: das schafft bei mir emotionale Bindung; damit „kriegt“ mich der Kunstbetrieb! So ist er in Bewegung und nicht starre Demonstration der Mächtigen auf diesem Gebiet zu ihren jeweiligen „Regierungszeiten“… es kann sich eine Herangehensweise an einen Menschen ändern durch ein Thema, durch eine veränderte Wahrnehmung, durch eine andere Zeit. Nichts ist ausgeschlossen. Und Karlsruhe hat es vielleicht nicht entdeckt, aber es stellt es aus.

„Ich habe mir von der Podiumsdiskussion erhofft, dass wir über die Decodierung sprechen können. Aber dafür gab es dann doch zu wenig Konsens in der Frage, ob wir uns überhaupt mit dem Selfie befassen sollten“, so Anke von Heyl in ihrem Blog-Beitrag. Dazu überschlagen sich schon wieder meine Gedanken, wie schon bei den Sätzen vorher, die ich beim Nachlesen allesamt für lediglich angerissen, zu wenig tief, zu wenig treffend halte.

Ist es nicht so, dass der Wille oder Wunsch zur Decodierung voraussetzt, dass man etwas der Decodierung wert hält, dass man überhaupt etwas „dahinter sehen“ mag? Nach meinen Erfahrungen wird im Kunstbetrieb diesbezüglich nichts wertgeschätzt, was es auch neben diesem, in der freien Wildbahn sozusagen, gibt. Der Betrieb um die Kunst lebt vom Ausschluss, von der Abgrenzung seiner Dinge zum Rest; das hält mich ja gerade in ständiger Distanz zu ihm, deswegen betone ich so wohlwollend, wenn Öffnung stattfindet. Wäre man so auf „Selfies“ eingegangen, wie man auf „Selbstbildnisse“ auf dem künstlerischen Parkett eingeht, dann würde man den eventuellen Beweggrund der sich so Portraitierenden, den Inhalt ihrer Lebenswelt, auf ein Niveau heben, das Einiges in der Kunstwelt deklassieren würde – wobei ich das nicht als ein „sogar besser gemacht als“ verstanden wissen mag, sondern lediglich als ein „gleichwertig existent“. Der Betrieb, der Markt aber muss es so verstehen, als Konkurrenz zu seiner Idee, zu seiner Berechtigung. Das wiederum setzt die „Sprache“, den allgemeinen kreativen Ausdruck in egal welcher Transformation, herab, was in der Folge mit verhindern hilft, dass Menschen mit einem natürlichen Zugang zu „Kunst“ heranwachsen dürfen.

Warum mir Frau Müller-Tamm gefiel, ist das persönliche Element, das in Diskussionen gerne heruntergespielt wird: jeder Direktor ist anders, jeder Kurator, jeder Vermittler, jeder Rezipient. Es spielt eine Rolle, wie man sein Aufgabengebiet neben dem Fachlichen persönlich füllt, natürlich nicht nur in der Kunst. Es ist die Individualität, deren Wertschätzung wir uns bewahren müssen.

 

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Sprechen über Kunst 2007

Damaliges Thema: Eigene Kunstausstellung

Linwen2s Beiträge waren Zitate aus ihrem letzten Posting in diesem Strang, meine waren meine damalige abschließende Antwort darauf:

Linwen2: „Ja liebe sabine du könntest auch behaupten, dass Kunst nur aus rosa Krepprosen zu bestehen hat und so könnte das Gepräch weiter gehen..ich habe alles gesagt..Pia auch sehr viel..und im alten Strang stand weiteres..“

Sabine: „Ja, ich habe auch alles gesagt.“

Linwen2: „ich wünsche Dir noch viel Spaß mit Deinen Werken..“

Sabine: „Dankesehr! Mit meinen und mit all den anderen, die vielleicht an einer Uni, auf einem Dachboden oder an einem Tisch in der VHS entstanden sind. Ich werde die Augen immer offen halten.“

Linwen2: „Alles was Du schreibst, spiegelt einfach, dass Du Dich eben nicht akademisch mit Kunst auseinandergesetzt hast..“

Sabine: „Das ist richtig. Ich habe nichts anderes behauptet.“

Linwen2: „Was Du erwartest, dass man Dir hier eine Art Nachhilfe gibt, wenn man Dir immer wieder ( lange im alten Strang ) Antworten gibt.. ist Recht viel verlangt..“

Sabine: „Das ist falsch. Ich erwartete keine Nachhilfe.“

Linwen2: „Du weigerst Dich Dich weiterzubilden und möchtest auf Deinem “ lockeren Niveau “ diskutieren und das funktioniert nicht.“

Sabine: „Ebenfalls falsch und eine Unterstellung.“

Linwen2: „Du muss Dir zugestehen, dass Du von manchem redest von dem du keine Ahnung hast, sonst könntest Du Dich in den Gesprächen anders präsentieren.. Das ist einfach so.“

Sabine: „Ich habe von den Dingen, von denen ich rede, Ahnung. Vielleicht hast Du aus Deiner Sicht der Dinge heraus einfach nicht „gehört“. Das kommt vor, erlaubt aber noch lange keine Feindseligkeiten. Hier reden mir zuwenige Leute insgesamt mit, um mich ernsthaft „mich wie ein Alien fühlen“ zu lassen. Es war ein Gespräch zwischen Leuten mit unterschiedlichen Definitionen und unterschiedlichen Ansichten. Nicht mehr und nicht weniger.“

Linwen2: „Man spricht mit Dir . aber Du weigerst Dich zu verstehen..magst aber auch nicht genau hingucken : wünscht Dir aber GEHÖR..und das ist einfach absurd..“

Sabine: „Unterstellungen. Und man spricht nicht mit mir, man möchte mich widerlegen und erziehen. Auf arrogante Art auch noch.Ich gucke ziemlich genau hin und beschäftige mich recht ausführlich mit den Dingen. Lernen tu ich aber nur, wenn ich vorher eine ganz normale Akzeptanz zwischen Erwachsenen spüre, und da sehe ich zwischen uns beiden wenig Chancen.“

Linwen2: „Normalerweise wird sich überhaupt niemand mit Hobbykünstler so weit und so ausführlich auseinandersetzen..Sofo tat sich dereinst den Tort an..lange und lieb und ausführlich..“

Sabine: “ „Kunst“ ist ohne allgemeingültige Definition, aber die Akademiker besitzen die Arroganz, sich trotzdem dem Gespräch zu verweigern? Ich würde sagen: was zu beweisen war…“

Linwen2: „Wenn Du in den Genuss kommen solltest, von jemandem der GEHÖRT wird ( Kunsttheoretiker, Kritiker ) kritisiert zu werden, ob negativ oder positiv, dann wärest Du schon weit : aber das passiert gar nicht . Warum : es wurde schon geschrieben und erklärt.. Und wenn Du Dich auf den Kopp stellst :-))“

Sabine: „Du hast mich auch in diesem Punkt, auf den Du Dich da wohl beziehst, falsch verstanden. Wieso sollte das ein Genuss sein? Auf was bezieht sich denn die Kritik dann wohl? Meine Ansicht solltest Du eigentlich kennen; dann hättest Du das aber nicht so formuliert.“

Linwen2: „Du glaubst doch nicht im Ernst, dass sich namhafte Kunsttheoretiker und Kunstkrtiker mit jeder Ausstellung in jeder Kreissparkasse befassen muss ?“

Sabine: „Nein, das glaube ich nicht. Habe ich auch nie behauptet.“

Linwen2: „Du argumentierst krud und willst einfach nicht verstehen..“

Sabine: „Du wirfst Behauptungen hier rein, aber gehst nicht wirklich auf die Dinge ein. So krude sind meine Argumente nicht. Sie fußen nur alle auf einer Definition, die vom etablierten Kunstbetrieb nicht geteilt wird. Du hast kein einziges Argument gebracht, was meine Ansicht bezüglich dieses abstrakten Begriffes „Kunst“ widerlegt. Ich kenne die Auffassung vieler Akademiker bezüglich der Nicht-Akademiker. Aber kein einziger hat sich bisher auf das dünne Eis begeben, mir zu sagen, was für ihn Kunst ist. Ich denke, auf Deiner persönlichen Definition, die gerne auch auf Auffassungen des etablierten Betriebes fußen kann, hätten wir noch einmal ein Gespräch aufbauen können.“

Linwen2: „Es wurde Dir schon alles erklärt .. Du schreibst so wirr, es wäre eine Sisyphosarbeit auf jeden Gedanken einzugehen…“

Sabine: „Auch ein schönes Argument, ja….. und wieder mit wunderbar arrogantem Einstieg.“

Linwen2: „In einfachen klaren Sätzen erklärte Pia Dir alles..und Dein Insistieren ist nur Plauderei über das sich Leute, die sich ernsthaft mit Kunst beschäftigen, nur lächeln werden..Warum : es wurde Dir schon erklärt : zig Male..“

Sabine: „Auch Pia schrieb über den etablierten Kunstbetrieb und wie es dort funktioniert. Sie schrieb nicht über „Kunst“. Die „ernsthafte Beschäftigung“ lediglich an einem Studium festzumachen, ist mir persönlich zu wenig. Ich möchte Euch nicht zu nahe treten, aber es „erklärt“ mir nichts. Es erklärt mir Eure Haltungen, nicht weniger, aber auch nicht mehr.“

Linwen2: „Wenn Du das nicht verstehst, dann liegt es daran, dass Du Dich weigerst, Dich überhaupt auskennen zu müssen..Du möchtest dabei sein, mitreden, Anerkennung ohne Vorwissen..“

Sabine: „Das ist eine falsche Behauptung im Eingang, und zum „Mitreden“: nur da, wo ich das kann. Und ein abstrakter Begriff ohne allgemeingültige Definition sagt zu mir und allen Menschen: Du kannst. Und wenn Du Dich auf den Kopf stellst und „uns“ hundertmal bescheinigst, dass wir nicht können.“

Linwen2: „nur weil Dir das was Du tust “ Spaß “ macht.. und Du glaubst, dass sich namhafte Leute, ernsthafte Krtiker jetzt bitteschön aber auch einmal mit Dir befassen MÜSSEN..“

Sabine: „Nein, das glaube ich nicht, und auch das habe ich nie so behauptet, nicht mal zwischen den Zeilen.“

Linwen2: „und : Eine MEINUNG steht Dir zu ja:aber man kann erkennen, worauf diese gründet..“

Sabine: „Kennen wir uns?“

Linwen2: „Du hast Dich also lt Deiner Auskunft unterhalten und “ etwas erlebt “ ja..und dennoch, ganz ehrlich : es reicht nicht, um Dich dem zu stellen, was Du anstrebst..das ist zu offensichtlich..“

Sabine: „Ein Totschlagsargument. Ich sage Dir: es reicht. Für mich reicht es. Und was strebe ich denn an? Ganz ehrlich: so oft, wie Du Dich in der Einschätzung mir gegenüber vertust und so oft, wie Du alleine in diesem Posting schon einfach nur behauptet hast… ne, Du…“

Linwen2: „Ich mag nun wirklich nicht mehr..Du bist beratungsresistent..“

Sabine: „Vielleicht, weil ich keine „Beratung“ wollte, sondern ein Gespräch…? Erinnere Dich an mein erstes Posting hier in diesem Strang: ein Gespräch, ein Dialog ist nicht möglich. Wir haben es hiermit beide bewiesen.Du gehst mit dem, was Du sagst, eher auf Dich ein als auf mich. Du stellst unsere Positionen klar (Du über mir, ich unter Dir), aber Du „unterhälst“ Dich nicht. Und „unterhalten“ setze ich jetzt nicht mit „Spaß haben“ gleich.“

Linwen2: „Du wolltest doch eine Nische für Hobbykünslter : machst Du sie auf : ich verspreche : ich komme nicht vorbei..dort kannst Du und andere dann locker über Kunst und das persönliche Dilemma der Hobbykünsler sprechen und ihre Träume und die Ungerechtigkeiten..und überhaupt..Vielleicht wäre das schön für Dich..“

Sabine: „Nein, das ist es nicht, was ich wollte, nicht, wie Du es beschreibst. Und wieder: die Ironie ist fehl am Platze. Du akzeptierst die Herangehensweise der „lockeren Hobbykreativen“ nicht, ich sehe keine „Definitionsgewalt ohne Definition“ beim etablierten Markt – und das ist es einfach. Nicht mehr und nicht weniger.“

Linwen2: „Dir alles Gute!“

Sabine: „Dir auch! P.S.: Pia wurde nicht ganz so persönlich – fand ich besser. P.P.S.: Und ich sehe es übrigens auch wie RobinHut – wer hätte das gedacht. So funktioniert es, und so funktioniert es gut. Viele Grüße, Sabine“

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