Menschen zeichnen

Wie es schon in der Untertitelung des 98-Sekunden-Filmchens heißt: man kann es nicht guten Gewissens eine Buchbesprechung nennen.

Aber „Sketching People“ aus der Edition Michael Fischer (EMF) gehört für mich aus zwei Gründen unbedingt erwähnt:

  1. ist es für alle, die zeichnen, unglaublich inspirierend, und das – behaupte ich jetzt einfach mal – obwohl man vielleicht schon „alles“ kennt.
  2. kann es für alle, die mit Zeichnen nichts am Hut haben, ebenfalls unglaublich inspirierend sein. Die Vielfalt des Blicks auf Personen, Gesichter, Körperhaltungen, die Genauigkeit dieses Blicks, die Offenheit für ungewohnte Perspektiven – all das schult, so finde ich, über reine Zeichenübung hinaus.

Hier lade ich Euch ein, mit mir darin zu blättern; es kann nur ein Vorgeschmack sein.

Viel Vergnügen und Inspiration!

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Kunst und Gewalt 2/2017

http://www.arte.tv/guide/de/066296-000-A/otto-dix-der-schonungslose-maler

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Der Maler Otto Dix war eine facettenreiche Persönlichkeit. Ehrgeizig, eitel, gesellschaftskritisch inszenierte er sowohl sich selbst, als auch – neben den sehr bekannten Portrait-Arbeiten – Kriegsbilder zu zeichnen, die bei aller Brutalität detailliert und mit feinen Strichen geschaffen sind. Es ist mir ein Rätsel, wie jemand im Schützengraben des 1. Weltkriegs auch nur Vorarbeiten zu den später ausgearbeiteten Radierungen und Gemälden fertigen konnte!

Dix gilt als Mitbegründer der Neuen Sachlichkeit, einer Kunstrichtung, die zum Ziel hatte, die „greifbare Wirklichkeit kühl und vermeintlich objektiv“ wiederzugeben. Im Fall der Kriegsstudien für mich ein sehr, sehr nachvollziehbarer Wunsch. Vielleicht denke auch ich – man hört, ich schwanke ein bisschen – dass man menschliche Gräueltaten nicht irgendwie ästhetisch— ja: wiedergeben sollte

„Der Krieg ist eben etwas so Viehmäßiges: Hunger, Läuse, Schlamm, diese wahnsinnigen Geräusche. […] Der Krieg war eine scheußliche Sache, aber trotzdem etwas Gewaltiges. Das durfte ich auf keinen Fall versäumen! Man muss den Menschen in diesem entfesselten Zustand gesehen haben, um etwas über den Menschen zu wissen“, sagte Dix 1961 über seine Erfahrungen.

Das K20 am Düsseldorfer Grabbeplatz zeigt noch bis zum 14. Mai die Ausstellung Otto Dix – Der böse Blick.

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Alfred Schroeders in der Stadtteilbibliothek Rheydt

http://www.focus.de/regional/moenchengladbach/moenchengladbach-landschaften-und-portraits-bibliothek-rheydt-zeigt-arbeiten-von-alfred-schroeders_id_6581686.html

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Beim Dienst in der Zweigstelle sprangen mich die Portrait-Arbeiten Alfred Schroeders geradezu an; selten sah ich derart intensive gemalte Gesichter in der letzten Zeit. Ein Besuch lohnt sich!

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Freisprech-Anlage

„Denkend sprechen, sprechend denken“ – ganz schön schwierig, Stefan B. Adorno! 😀

Versucht habe ich es trotzdem:

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Die Entwicklung eines Workshops, Teil 2

Hallo liebe MitleserInnen,

anhand der Reaktionen auf meinen ersten Bericht bin ich bestätigt, dass es schwer ist, über etwas zu berichten ohne „allzuviel verraten zu wollen“ 😉 . Trotzdem und gerade deswegen ein ganz herzliches Dankeschön für Eure unterstützenden Worte!

Wie also Teil 2 beginnen?

Vielleicht nicht gerade mit der Beantwortung, aber zumindest mit dem Eingehen auf den Satz aus einem Kommentar zum ersten Teil: „… es soll doch auf jeden Fall etwas kreativ gestaltet werden, oder?“

Ja, allerdings ginge es mir dabei weniger um das Ergebnis als um den Prozess, wie man Dinge angeht. Das „daneben Denken“ wird eine große Rolle spielen. Es geht um Impulse, um Ausprobieren. Deshalb ist es mir für meinen Teil des Workshops wichtig, dass es von meiner Seite kein Zeichen- und/oder Malkurs sein wird, obwohl mit Stift/Farbe und Papier gearbeitet wird. Es ist auch für mich spannend, wie meine Kollegin es für das Schreiben angehen wird. 🙂 Unser nächstes Treffen ist geplant!

Als kleine Appetithäppchen hier die Dinge, die mir bei den ersten Recherchen begegnet sind und ein Teil der bewusst ausgewählten Vorbereitungslektüre:

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Wer Erfolg haben will, darf keine Angst haben, Fehler zu machen.“ [Frank Tyger]

http://www.franktyger.info/frank-tyger-biography.htm

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Etwa mit fünf Jahren verlieren die meisten Menschen den Spaß am Malen und Zeichnen. Alles soll dann „echt“ aussehen, die Angst, falsch zu zeichnen, lähmt die Freude am kreativen Umgang mit Stiften, Pinsel und Kreide. Und höchstens in selbstvergessenen Momenten beim Telefonieren entstehen noch Kritzeleien, die oft etwas überraschend Schönes haben. Ganz anders gehen Menschen vor, die als „verrückt“ oder „geisteskrank“ bezeichnet werden. Diese Menschen behalten die unmittelbare Fähigkeit, subjektiv Wahrgenommenes bildnerisch kreativ wiederzugeben. Von ihnen lernten Picasso und die Künstler der „art brut“. Und genau diesen direkten emotionalen Zugang zum Zeichnen vermittelt Ihnen Peter Jenny im Buch Anleitung zum falsch Zeichnen. Nehmen Sie die Anleitung zum falsch Zeichnen und Ihr Fotoalbum, legen Sie mit Pinsel und Stiften los, und entdecken Sie vertraute Bilder, die Sie so noch nie gesehen haben!“

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https://de.wikipedia.org/wiki/Art_brut

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Eselei

Der Text des Kulturbüros Mönchengladbach:

 

***Mönchengladbach malt 7000 Eselbilder***

Male mit und werde Teil der größten Eselausstellung seit Eselgedenken. Alle Bilder werden im Rahmen von nachtaktiv – Mönchengladbacher Kulturnacht im Ratssaal des Rathauses Abtei ausgestellt.

Schon bald werden sieben Bronze-Esel den neuen Platz vor dem Sonnenhaus in der Mönchengladbacher Innenstadt bevölkern. Bereiten wir ihnen einen gebührenden Empfang! Mit der vielleicht größten Eselausstellung seit Eselgedenken: 7000 ESEL.

Bis zum 25. Mai könnt Ihr Eure selbstgemalten Eselbilder in eine der stadtweit aufgestellten Sammelboxen* werfen oder sie einfach an uns** schicken. Eine zeichnerische oder malerische Begabung ist nicht von Nöten. Denn Regel Nummer 1 lautet:
Jedes Eselbild ist ein gutes Eselbild!
Malen wir so viele Esel wie wir können – egal ob mit Kuli oder Wassermalfarbe, mit Buntstiften oder in Öl, mit Filzstiften oder Acryl. Die Bilder sollen dabei nicht größer als ein DIN A4-Blatt sein.

7000 Esel-Bilder wollen wir im Rathaus Abteiberg am 4. Juni im Rahmen von nachtaktiv, der Mönchengladbacher Kulturnacht in einer Ausstellung präsentieren.

Werde Teil der vielleicht größten Eselausstellung seit Eselgedenken!

* Die Standorte der Sammelboxen werden in kürze bekannt gegeben
**Kulturbüro, Stichwort: Esel, Krichelstr. 16, 41061 Mönchengladbach

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Der Standort der Sammelbox in der Zentralbibliothek Mönchengladbach, Blücherstr. 6:

 

Eselbox

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