Gegenstandpunkt

http://postmondaen.net/2017/07/13/documenta-dinosaurier-ufo/

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Für mich geht es genau darum: für wen ist Kunst gedacht? Wen soll sie berühren, wenn nicht möglicherweise JEDEN ANDEREN MENSCHEN?

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Björk

Wenn man sich – wie die isländische Künstlerin Björk – immer wieder neu erfindet, braucht man ein Publikum, das diese Wandlungen mit geht. Ich glaube aber, dass ihre Fans genau das auch mögen und dass immer wieder neue Menschen sie entdecken, gerade weil sie so viele Facetten hat.

Für mich ist das unter anderem die Bestätigung, dass man vor solchen Veränderungen nicht nur keine Angst haben muss, sondern positiv im eigenen Fluss bleiben sollte und nachspüren, wohin es einen führt.

In der WDR-Dokumentation

http://www.ardmediathek.de/tv/WDR-DOK/Bj%C3%B6rk/WDR-Fernsehen/Video?bcastId=12877260&documentId=36100202

konnte ich Neues entdecken, aber Vieles hat mir auch gefehlt, besonders die Erwähnung ihres Schauspiel-Talents und des bei mir bis heute nachwirkenden Lars von Trier-Films „Dancer in the Dark“.

(Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=53vr9EiOH7g )

Selbstverständlich kann man alles auch nachlesen, also der (sicher unvollständigen!) Vollständigkeit halber:

https://de.wikipedia.org/wiki/Bj%C3%B6rk

Vor ein paar Jahren habe ich das Bedürfnis gehabt, in meine Portrait-Reihe von Persönlichkeiten, die mich stärker berühren als andere – wobei ich auch da weit entfernt von Vollständigkeit bin – Björk aufzunehmen.

Die Auseinandersetzung mit ihr lohnt sich!

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Buntstift, Öl-Pastellkreide und Acryl auf Skizzenpapier

DIN A 5 (nicht mehr zu haben)

extravaganz

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Die Entwicklung eines Workshops, Teil 1

Hallo liebe MitleserInnen,

gemeinsam mit einer Freundin und Kreativ-Kollegin möchte ich, möchten wir einen Workshop entwickeln, dessen Erarbeitung (meines Teils) ich in Tagebuchform begleiten werde. Wahrscheinlich wird es eher ein „Wochenbuch“; ich werde in unregelmäßigen Abständen – so wie ich selbst dazu komme – über den Stand der Entwicklung und meine Erfahrungen berichten.

Dass es sich um einen Workshop handelt, der im weitesten Sinne „Kreativität“ zum Thema hat, überrascht an dieser Stelle sicher niemanden, der mich in der letzten Zeit off- und/oder online begleitet hat. 😉

Die Schwierigkeit liegt für mich darin, nicht allzuviel verraten zu wollen und trotzdem so zu informieren, dass man etwas aus meinen Berichten mitnehmen und sich austauschen kann.

Wenn es bei unserer Planung bleibt, können wir unser Ergebnis dann im Herbst nächsten Jahres der Öffentlichkeit vorstellen.

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Genau so, wie man an beinahe jedem Anfang nicht recht weiß, welchen Gedankenfaden man zuerst aufnehmen, wie man die ungefähre Idee angehen soll, sitze ich jetzt hier, genau mit diesem Gefühl. Um mich herum liegen `ne Menge Bücher. Ich stelle mir vor, diese nicht nur selbst in der Vorbereitungszeit zu gebrauchen, sondern einige von ihnen als Lektüreempfehlung im Workshop vorzustellen. Es sind ganz praktische Themen dabei, Anleitungen zum kreativen Gestalten, aber auch theoretisches Material zu Kreativität in ihren verschiedensten Ausprägungen und „Einsatzgebieten“ und zu didaktischen Fragen. Einige Bücher kenne ich schon, die anderen werde ich in den nächsten Wochen lesen; manche muss ich richtig durcharbeiten.

Obwohl ich sowohl in Theorie als auch in Praxis immer offen mit meinen künstlerischen Herangehensweisen umgegangen bin, habe ich sie nie einem Publikum sozusagen aus der „Lehrerperspektive“ vorgestellt, ja, nicht mal einer einzelnen Person. Das ist ungewohnt und macht mich derzeit etwas befangen im Denken. Ich muss mich zwischendurch dazu zwingen, mir die Workshop-Teilnehmer, die ich mir unbekannterweise ja nur vage vorstellen kann, komplett wegzudenken. Obwohl mich die Idee dieses Vorhabens von der ersten Sekunde an begeistert hat, begleitet mich von eben dieser Sekunde an auch die Sorge vor der nie gesuchten Position an „prominenter“ Stelle. Es sind die Bedenken, ob das, was mich stützt und durch meinen kreativen Alltag trägt, auch für andere von Nutzen sein kann. Alleine schon das Angebot des Workshops kommt ja einer diesbezüglichen Behauptung gleich… so empfinde ich es noch.

Ich bin gespannt auf die Entwicklungen und freue mich wie immer über jegliches Feedback!

 

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Fährten

Nach den Netz-Erlebnissen der vergangenen Woche kann ich, bevor ich zum Thema komme, einmal schildern, wie ein Blog-Beitrag entsteht, der zunächst auf Themen anderer fußt.

Über meinen Kunst-Bloggerkollegen Stefan bekam ich einen interessanten Link-Tipp:

http://www.tanjapraske.de/,

über den ich dann den nächsten interessanten Blog entdeckt habe:

http://www.kulturtussi.de/.

Auf diesem nun stand der Beitrag zur Ausstellung der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe „Ich bin hier!“(http://www.kunsthalle-karlsruhe.de/de/ausstellungen/ich-bin-hier.html), auch verschlagwortet unter #ichbinhier , die sich mit Selbstbildnissen von Künstlern auseinandersetzt und mit „von Rembrandt zum Selfie“ untertitelt ist.

Im Zuge dieser Ausstellung gab es ein Begleitprogramm, und innerhalb dessen eine Podiumsdiskussion:

„Selfies, Emojis und die Verwendung von Bildern in den Sozialen Netzwerken“, ein Gespräch mit dem Kunsthistoriker und Kulturwissenschaftler Wolfgang Ullrich, Anke von Heyl, ebenfalls Kunsthistorikerin und eben jene Bloggerin „Kulturtussi“, Prof. Dr. Müller-Tamm, Direktorin der Kunsthalle (die mir in ihrer Art sehr gefallen hat, weil sie im Gespräch mit der Zuhörerschaft nachfragte, um adäquat antworten zu können, und spürbar um deutliche Antworten bemüht war) und Dr. Alexander Eiling, dem Kurator der Ausstellung. Moderiert hat Christian Gries, Kunsthistoriker und Medienentwickler.

Anke von Heyl hat den Mitschnitt der Diskussion, abrufbar unter https://www.youtube.com/watch?v=wKuY7SAUlXg, in ihren Blog-Beitrag eingefügt.

Als ich ihn sah, war es schon spät, SEHR spät, so dass ich mich durch einen Verhörer noch kurz mit dem flämischen Maler Frans Boels auseinandergesetzt habe, wo doch eigentlich von Alfred Otto Wolfgang Schulze die Rede war, dem Fotografen, Maler und Grafiker, der sich Wols genannt hat. Wols, nicht Boels! Dazu, was über ihn gesagt wurde, komme ich später, denn das war mein Anreiz zu diesem Blog-Beitrag, selbstverständlich zusammen damit, was wie auf dem Podium besprochen wurde.

Dieses ging von grundsätzlichen Fragen von Kommunikation und Rezeption, z. B. ob „kurz und knapp“ den Dingen gerecht werden kann (Stichwort Hashtag), darüber, wie ein Museum arbeitet und wessen „Anwalt“ es sein soll (der der Künstler oder des Publikums), schließlich zur „Aufmischung“ des Kunstkanon, thematisiert im anschließenden Dialog mit der Zuhörerschaft.

Ich fand alles spannend, weiterdenkenswert und möchte meine Gedanken (nicht alle; es kommen minütlich neue dazu 😉 ) gerne teilen.

Beginnen möchte ich mit der Aktion der Alten Pinakothek in München, „My Rembrandt“ – #myRembrandt – (http://myrembrandt.de/die-aktion-der-pinakotheken/), die beispielhaft angesprochen wurde. Ich begrüße die Idee des Blickwechsels auf Bekanntes sehr; das ist in der Kreativität DAS Motto schlechthin, also kann es doch auch für die Herangehensweise an Kunst so falsch nicht sein, sollte man meinen. Dr. Eiling gab allerdings zu bedenken, dass die Aktion die Qualität von „Amélies Gartenzwerg“ hätte, über den man, wenn auch durch die Welt reisend und auf Fotos an verschiedenen Plätzen verewigt, dadurch nichts Neues lernen oder erfahren würde, und so eben auch nicht über den „reisenden Rembrandt“. Ich finde nicht nur den zitierten Film (wer nicht weiß, wovon die Rede ist, hier der Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=LM0sZZ1xFDs) ganz wunderbar, sondern das Besondere liegt bei den angesprochenen Szenen in meinen Augen in der Reaktion des Vaters auf die Post, die er – angeblich eben vom Gartenzwerg – erhält. Am Ende reißt ihn eben diese Aktion aus seiner Lethargie; er beschließt seine Trauer um den Tod der Ehefrau und beginnt mit dem Reisen. Was, wenn der „reisende Rembrandt“ auch etwas Elementares in den Betrachtern und/oder in jenen, die ihn mitnahmen, auslöste, und die so Eingebundenen vielleicht durch die Aktion erst begönnen, sich auseinanderzusetzen? Es muss ja nicht gleich jeder sofort die Koffer packen; es gibt durchaus andere Umsetzungsmöglichkeiten…

Wie wird ein Museum seinem Bildungsauftrag bei gewandelten Ansprüchen gerecht? Wie erreicht es die Menschen? Es war auch Dr. Eiling, der die Anwaltschaft der Museen ansprach und fragte, wem gegenüber diese gelte: den Künstlern oder den Besuchern? Meine Frage wäre: muss man sich da entscheiden? Ist „Anwalt“ dann eventuell nur der falsche Begriff? Geht es nicht auch da um Vermittlung? Denn Anwälten ist zu eigen, dass sie für eine Seite plädieren und in ihrer fachspezifischen Sprache oft nur vom Hohen Gericht verstanden werden, nicht immer auch von jenen, die sie vertreten… vor Gericht ist nur das Urteil von Belang, der Ausgang einer Angelegenheit, aber in der Kunst, bei der die Herleitung eine so entscheidende Rolle spielt…? Da fänd‘ ich es konstruktiver, wenn der „Anwalt“ auch vom „Volk“ verstanden würde; der Vermittler vom Publikum. Aber eventuell ist eben das die Aufgabe der ausgesprochenen „Kunstvermittler“ im Gegensatz zum „Ort der Sammlung“, der das vielleicht nicht leisten muss… Ich allerdings kann das Museum nicht ohne (eigenen) Vermittlungsauftrag denken…

womit wir wieder beim Publikum wären. Ich erlebe es so, dass, wenn Kunst nicht ins Leben geholt wird, kein Publikum für sie aufsteht, jedenfalls nicht die anvisierte Zielgruppe (es war explizit die Rede von den 20 bis 40jährigen), wenn sie nicht ohnehin mit Kunst zu tun hat.

Meines Erachtens muss der Kunstbetrieb sich aber entscheiden, ob er wirklich außerhalb verhandeln möchte (mir ist bewusst, dass dieser das nicht als Verhandlung sieht 😉 ), denn wenn er das Publikum hereinholt – oder die Kunst ins Leben holt – bekommt er die ganze Bandbreite und irgendwann erreicht ihn auch Mitsprachewunsch (mir ist bewusst, dass dieser belächelt wird; am Ende mehr dazu im Fazit). Oder er versteht sich nur als „Ort der Sammlung“ und kann weiterhin Distanz zum Publikum wahren…

Es war vom „Königsweg“ die Rede, wenn man es als Museum schafft, sein Publikum emotional an sich zu binden. Für mich sollte es da keine Konkurrenz geben; es ist schon schwer genug, das Publikum an die Kunst zu binden, geschweige an ein bestimmtes Haus. Was es mir in der Rolle des Rezipienten in jedem Falle leicht macht, ist, wenn sich innerhalb des Kunstbetriebes etwas ändert oder ergänzt wird, was früher anders oder „unergänzt“ gelehrt wurde, und jetzt komme ich zu Wols. Nach meiner Nachfrage im „Kulturtussi“-Blog bekam ich Antwort sowohl vom Museum:

„Liebe Sabine Pint,

Sie hatten nach Wols gefragt, deshalb hier ein paar Infos zu ihm und seinen Werken. Nach einer kurzen Episode des Erfolges, in der Wols als Fotograf für den „Pavillon de l`Elegance“ auf der Weltausstellung in Paris arbeitete, erfolgte nach dem Eintritt Frankreichs in den Zweiten Weltkrieg die Inhaftierung als „feindlicher Ausländer“ in unterschiedlichen Internierungslagern. Die Heirat mit Grety ermöglichte im Oktober 1940 seine Entlassung, das Ehepaar lebte bis zur Besetzung Südfrankreichs 1942 in Cassis bei Marseille und bemühte sich dort erfolglos um ein Visum für die USA. Erstaunlicherweise entstanden in diesen schwierigen Jahren zahlreiche Zeichnungen, Aquarelle und Fotografien, unter anderem eine Reihe von Selbstportraits, in der sich Wols offensichtlich mit Ausdrucksstudien beschäftigte. Laut einer erhaltenen Notiz aus dieser Zeit sah er sich im französischen Wörterbuch Larousse den Artikel „Expression“ an, in dem drei Illustrationen die Gefühlslagen „Calm“ (Gelassenheit), „Tristesse“ (Traurigkeit) und „Gaiete“ (Fröhlichkeit) wiedergeben. Offensichtlich regte diese Lektüre den Künstler zu Experimenten mit fotografischen Selbstportraits an, die zur vorliegenden Serie führten. Die in der Ausstellung gezeigten Fotografien sind Abzüge der Originalnegative, die 2001 auf Initiative der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg hergestellt wurden. Sie sind schon vor der Ausstellung als Bestandteil seines Werks anerkannt worden.

Viele Grüße

Ihr Kunsthallen-Team“

als auch von Anke von Heyl, die mir das bestätigte, was ich von der Podiumsdiskussion mitgenommen hatte: dass dort in Karlsruhe etwas von einem Künstler ausgestellt wird, das zumindest „früher nicht als Bestandteil seines Werkes anerkannt wurde“. Die Ganzheitlichkeit, mit der in diesem Beispiel an den Menschen Wols herangegangen wird: das schafft bei mir emotionale Bindung; damit „kriegt“ mich der Kunstbetrieb! So ist er in Bewegung und nicht starre Demonstration der Mächtigen auf diesem Gebiet zu ihren jeweiligen „Regierungszeiten“… es kann sich eine Herangehensweise an einen Menschen ändern durch ein Thema, durch eine veränderte Wahrnehmung, durch eine andere Zeit. Nichts ist ausgeschlossen. Und Karlsruhe hat es vielleicht nicht entdeckt, aber es stellt es aus.

„Ich habe mir von der Podiumsdiskussion erhofft, dass wir über die Decodierung sprechen können. Aber dafür gab es dann doch zu wenig Konsens in der Frage, ob wir uns überhaupt mit dem Selfie befassen sollten“, so Anke von Heyl in ihrem Blog-Beitrag. Dazu überschlagen sich schon wieder meine Gedanken, wie schon bei den Sätzen vorher, die ich beim Nachlesen allesamt für lediglich angerissen, zu wenig tief, zu wenig treffend halte.

Ist es nicht so, dass der Wille oder Wunsch zur Decodierung voraussetzt, dass man etwas der Decodierung wert hält, dass man überhaupt etwas „dahinter sehen“ mag? Nach meinen Erfahrungen wird im Kunstbetrieb diesbezüglich nichts wertgeschätzt, was es auch neben diesem, in der freien Wildbahn sozusagen, gibt. Der Betrieb um die Kunst lebt vom Ausschluss, von der Abgrenzung seiner Dinge zum Rest; das hält mich ja gerade in ständiger Distanz zu ihm, deswegen betone ich so wohlwollend, wenn Öffnung stattfindet. Wäre man so auf „Selfies“ eingegangen, wie man auf „Selbstbildnisse“ auf dem künstlerischen Parkett eingeht, dann würde man den eventuellen Beweggrund der sich so Portraitierenden, den Inhalt ihrer Lebenswelt, auf ein Niveau heben, das Einiges in der Kunstwelt deklassieren würde – wobei ich das nicht als ein „sogar besser gemacht als“ verstanden wissen mag, sondern lediglich als ein „gleichwertig existent“. Der Betrieb, der Markt aber muss es so verstehen, als Konkurrenz zu seiner Idee, zu seiner Berechtigung. Das wiederum setzt die „Sprache“, den allgemeinen kreativen Ausdruck in egal welcher Transformation, herab, was in der Folge mit verhindern hilft, dass Menschen mit einem natürlichen Zugang zu „Kunst“ heranwachsen dürfen.

Warum mir Frau Müller-Tamm gefiel, ist das persönliche Element, das in Diskussionen gerne heruntergespielt wird: jeder Direktor ist anders, jeder Kurator, jeder Vermittler, jeder Rezipient. Es spielt eine Rolle, wie man sein Aufgabengebiet neben dem Fachlichen persönlich füllt, natürlich nicht nur in der Kunst. Es ist die Individualität, deren Wertschätzung wir uns bewahren müssen.

 

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Für wen ist Kunst gedacht 3 – eine Antwort. Gespräch bis hierhin bei: Für wen ist Kunst gedacht?

[…]

Du erklärst alles aus dem System heraus, und das funktioniert in sich schlüssig so, wie Du es beschreibst.

Der Widerspruch liegt für mich darin, dass auch Du das System ja anzweifelst; Du hättest ein leicht anderes System (beispielsweise eines in dem Du oder Kunst, die Du befürwortest, eine größere Rolle spielst oder spielt), aber Du hättest wieder ein System, aus dem andere so herausfallen, wie Du es evtl. jetzt fühlst, dass Du es tust.

WARUM ist an den Hochschulen „alles allgemeinverbindlich vermittelbare Wissen weggefallen“?

Ich fragte Dich ja, ob Du es wie ich für vorstellbar hältst, dass sich die Herangehensweise ans Thema „Kunst“ allgemein ändert, indem die Gesellschaft sich ändert, allgemein freier, offener wird (hoffentlich). Dann wäre es nämlich nicht mehr irgendwie anrüchig, dass die Kunst „nicht mehr das kulturell Andere der Gesellschaft“ ist [Andreas Reckwitz], „sondern deren innerster Teil“ [Thomas Assheuer auf http://www.zeit.de/2013/07/Andreas-Reckwitz-Die-Erfindung-der-Kreativitaet ]. Dann wäre es eine soziokulturelle Entwicklung, die schlüssige Herleitung ist, nicht das Wollen einer Gesellschaft, die „sinnfreien Affekt-Effekten“ [Assheuer] huldigt. Und es wäre vor allem nicht „nur“, es wäre kein „Begnügen“, sondern es gehörte schlicht und einfach dazu, wie irgendwann alles hoffentlich dazugehört, das niemandem weh tut. Nur kann eine irgendwie adäquate monetäre Entlohnung zunehmend schlechter berechnet werden, wenn sie allgemein sein soll und sich nicht auf eine konkrete kreative Arbeit bezieht. Das „Künstler sein“ an sich kann zunehmend schlechter berechnet werden.

Dass Du mehr „off“ bist als etabliert, liegt nicht an Deinen Arbeiten. Wenn Du Dich nun doch etablieren könntest, wäre es lediglich problematisch, das auf einmal mit Deinen Arbeiten zu begründen – aber genau so agieren die meisten Experten. Die Anerkennung der Komplexität der Sache müsste es doch auch den Teilnehmern des Systems untereinander möglich machen, einen wie auch immer gearteten Streit einzustellen und vor allem Widersprüche nicht wegdiskutieren zu wollen…?

Ich akzeptiere vollkommen, dass meist nur „Menschen mit Studium und langjähriger Beschäftigung mit dem Feld verstehen können, warum es so gekommen ist“. Ich ergänze: warum es im Kunstbetrieb so gekommen ist. Du schreibst „damit etwas als Kunst anerkannt wird“. Ich ergänze: damit etwas auf dem Kunstmarkt als Kunst anerkannt wird. Ich denke auch nicht, dass Kunst „einfach ein Produkt ist, das wie ein Brötchen gebacken und dann zu Markte getragen wird“. Aber Du erklärst es so: sie wird „verhandelt“. Für mich ist das genau der Punkt: wenn ich den Begriff ernst nehme, dann bedeutet „Verständnis“ hier nicht inhaltliches Begreifen, sondern ist „Ergebnis der Verhandlung“! So sehe ich es, wenn van Gogh oder wer auch immer „später verstanden“ wird: das menschengemachte komplexe „System Kunst“ nimmt jemanden offiziell in sich auf, den einen früher, den anderen später, einen wieder anderen gar nicht. Menschen haben die Regeln gemacht; sie sind nicht naturgegeben; Menschen haben immer schon auch die Regeln wieder geändert, angepasst, und sie werden es immer wieder tun. Also: Du beziehst Deine Erklärungen auf den Kunstmarkt. Dessen Regeln muss ich entsprechen, möchte ich darauf vertreten sein; soweit sind wir ja einig. Wenn Du über den Kunstmarkt sprichst, auf dem dann selbstverständlich nicht alles „als Kunst anerkannt“ werden kann, und ich über kreative Arbeiten, die rein für sich gesehen oft nicht von den Arbeiten auf dem Kunstmarkt zu unterscheiden sind (und ich meine: wirklich nicht zu unterscheiden sind, bis hin zu einem Konzept), dann ist dieser Unterschied wesentlich wichtig für’s Gespräch. Es ist aber weit weg von einem larmoyanten „das hätte ich auch gekonnt“.

Alles kann auch „profan“ betrieben werden, aber die Sache verliert dadurch nicht an Sinn, Bedeutung, Wert; im Gegenteil! Das Freisein von jeglichem monetären Verwertbarkeitszwang kann doch nur einen Gewinn darstellen! Und selbst, wenn man mir den letzten Satz nicht unterschreibt: den Unterschied zwischen einer Theaterinszenierung ohne und einer mit ökonomischem Gewinn kannst Du nicht sehen! DAS möchte das Publikum verstehen. Es braucht nur einen, der mal sagt: da ist kein Unterschied (wenn da keiner ist) – das eine findet nur auf einem anderen Feld statt.

Wäre van Gogh kein schwieriger Charakter gewesen, wer wollte behaupten, dass er nicht schon früher hätte Erfolg haben können: Onkel Teilhaber beim Kunsthändler, Bruder später sein Kunsthändler; durch seine Kontakte und sein Leben (Stichwort Mythos) ist er nun derjenige – obwohl vielleicht, sehr wahrscheinlich nicht der Einzige –, der irgendwann etabliert, in den Kunstkanon aufgenommen war, der sich durchgesetzt hat. Grundsätzlich hätte auch ein anderer Maler bekannt werden können. „Akteure, Bedingungen und Erwartungen“ haben für die Person van Gogh gesprochen; es hat nur mittelbar mit den konkret entstandenen Bildern zu tun. Antje de Fries – das ist meine niederländische Variante von Lieschen Müller – aus der Nachbarstadt hatte, obwohl sie van Gogh nicht persönlich kannte, ganz ähnliche Eindrücke und Beeinflussungen und hat täuschend ähnlich gemalt. Als Bilder von ihr gefunden wurden, haben Experten sie zuerst für Werke van Gogh’s gehalten und das später revidiert. Es waren eben dann leider nur „keine van Gogh’s“. Antje de Fries’ Namen kennt nur ihre Familie, geschweige wird sie als Mitbegründerin des Post-Impressionismus geführt…

Das Publikum ist weder ablehnend noch beleidigt, wenn es das nicht versteht. Es merkt aber, wenn ihm Erklärungen untergeschoben werden sollen, die haarsträubend sind.

Deswegen ist für mich die Verquickung von Kunst und Kapitalismus aus der Sache heraus mindestens schwierig, nicht, weil ich z. B. der romantischen Idee anhinge, ein Künstler müsse arm sein.

Dass viele Menschen „Kunst“ für sich ablehnen, hat der Kunstmarkt geschafft. Das Publikum sieht dort zuweilen Millionenjonglage und weiß in Teilen nicht, wie es über den Monat kommen soll, und es geht nicht um Leben und Tod wie in der Medizin – es geht „nur“ um Kunst! Wie einfach wäre es zu sagen: es ist Festlegung des Marktes, kein objektiver „Preis“, genau so wie beispielsweise ein Fußballspieler Millionen „kostet“. Stattdessen wird bedauert, wie wenig der verständnislose Nachfrager „Bescheid weiß“…

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Bezogen auf: http://thinglabs.de/2014/05/propaedeutik-der-konversationskunst/

 

Propädeutik der Konversationskunst

Zu den Übungen kann ich relativ wenig sagen, aber ich finde schon alleine die Sensibilisierung spannend und wichtig.

„Können wir wirklich sagen, was wir meinen?“

Wir können immer nur versuchen, dicht dran zu bleiben und auf das dabei einzugehen, was das Gegenüber uns gibt, um die Bandbreite der Missverständnisse einzudämmen. Ich finde es schon eine Menge, was wir dabei „können“/“können könnten“, um uns einander verständlich zu machen.

Heidis Aufgriff finde ich existenziell wichtig für’s fruchtbare miteinander-Reden; alles andere tötete jeglichen Austausch („Wisse niemals, was du sagen wirst…“). Ob man das auch verbal dauernd deutlich macht, indem man z. B. kein anderes Wort als „meinen“ verwendet, ist, denke ich, zweitrangig, wenn ich das „Konzept des Meinens“ richtig verstehe. Wichtig ist doch, dass man weiß, dass alle immer „nur“ „meinen“.

Dass man nicht alle Ausprägungen von was auch immer mittragen kann, ist nachvollziehbar, weil jeder eben anders „funktioniert“ – und es muss ja auch nicht sein. Vielleicht wäre es im Gegenteil sogar so GAR nicht wünschenswert, weil das doch auch Lebendigkeit im Austausch tötete…

Konversationskunst und Öffentlichkeit

„Manifest“ finde ich zumindest als Begriff in diesem Zusammenhang hinterfragenswürdig!

„Publikum“ wird hier wieder verstanden als lediglich konsumierende Masse/Personen, nehme ich an… ansonsten gefällt mir der Gedanke, dass alle Beteiligten dabei doch immer beides sind: Akteure UND Publikum.

Das Verfahren des „Manifestes“ macht doch NUR SINN, wenn die Einzelstimmen nicht explizit gekennzeichnet sind 😉 . Wenn klar wäre, dass sich mehrere Personen widersprechen, würde man es als „normalen“ Diskurs zweier oder mehrerer je in sich gefestigter Meinungen ansehen. Ich fände spannend, wenn man bzgl. der Widersprüche die Reaktionen des Lesenden mitbekäme bzw. abschließend erfragen, am Ende den Charakter des Textes „outen“ würde. Ich finde die Idee eines solchen Textes klasse! Wie ich es mir vorstelle, bleibt man durch die Widersprüche wach, gerade wenn sie nicht in einen durchgehenden Text „passen“. Das Hinterfragen wird gefördert und gefordert; es ist schön, dass in meinen Augen dadurch aufgezeigt wird, dass es selten einen glasklaren Standpunkt geben kann oder es ihn nur in Ausnahmefällen manchmal geben muss; mir fallen hier spontan Menschenrechtsfragen ein.

Ich finde die Unterteilung der Stellung des Gesprächs in der Gesellschaft in die genannten zwei Funktionen gar nicht nötig… „Gespräch“ setzt doch immer Verständigungswunsch voraus, oder…? Das wäre für mich die „Funktion“. Ich muss aber auch zugeben, dass mir die Vorstellung eines rein „formalen Gesprächs“ extrem schwer fällt…

Konversationskunst – deliberieren

Als ich dieses Protokoll las, kamen bei mir Fragen auf:

Was ist Deine/Eure Definition? Gibt es eine relativ eindeutige?

Würde es als „elitäre Kunstform“ Sinn machen? Würde IRGENDEINE elitäre Kunstform Sinn machen? Würde es überhaupt Sinn machen, wenn Menschen dabei ausgeschlossen würden, Wesen, die Konversation in diesem Sinne nur betreiben?

Was wäre dann der Sinn?

Konversationskunst – zweifeln

Die Zeit des Aufschubs und der Verzögerung ist nötigerweise vergangene Zeit; in der Natur des Zweifels liegt, dass man sie nicht überspringen kann, um von A nach B zu kommen.

Es können zwar mehrere Personen sozusagen „gemeinsam“ zweifeln, aber keine 2. Person wird es exakt so empfinden wie ich oder könnte meinen Weg der Entscheidungsfindung genau so gehen wie ich, daher würde ich dem Zweifel als individueller Erfahrung den Vorzug geben. Auch hier kann man sich nur austauschen und um gegenseitiges Verständnis bemühen.

Die Frage, ob „die Fixierung [der Konversationskunst] auf Begriffe“ dienlich sei, wäre auch meine!

Ich bin eher bei Descartes als beispielsweise bei David Hume. Es geht doch meist um Sachverhalte, nicht um das Zweifeln an sich, wobei ein „abschließendes Urteil“ über den Zweifel an sich indirekt dabei auch gegeben ist… was wäre aber der Sinn, ein Zweifeln, das sich aufdrängt, das man sich nicht vorher aussucht oder es bewusst „anwählt“, grundsätzlich und als solches anzuzweifeln?

Ich bin auch bei Heidi, die einen „besonderen Ort des Zweifels im ästhetischen Urteil“ sieht.

Wenn es den gibt – und es gibt ihn anscheinend bei bereits zwei Personen 😉 – warum SOLLTE ich dann „Kunst“ abschließend definieren, wenn diese Definition dann nicht jedweden kreativen Ausdruck zuließe. Ich frage wieder und wieder: warum ausschließen, wenn man einladen kann? Warum mit etwas, das allen Menschen gleichermaßen gehört, knapsen und handeln? Warum nicht hören und sehen wollen, dass die Urteile auf dem dazugehörigen Markt PERSÖNLICHE sind, aus PERSÖNLICHEN Interessen geboren und mit entsprechender Macht umgesetzt, und dass ich, indem ich ausschließe, einem anderen Menschen einen besonderen Augenblick (der zumindest theoretisch immer möglich ist) vorenthalte? Was gäbe mir/was gibt Dir, wem auch immer, das Recht dazu?

 

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Reibung

Was mir manchmal fehlt, ist Reibung, Reibung im besten Sinne.

So lange schon mache ich bestimmte Statements öffentlich, und selten erreicht mich ein kritischer Kommentar. Dabei muss es sie da draußen geben, diese kritischen Kommentare!

Vor ein paar Jahren habe ich erlebt, dass meine Haltung sogar Feindseligkeiten hervorrufen kann, die damals von der anderen Seite schriftlich und öffentlich ausgelebt wurden … so etwas meine ich nicht, wünsche ich nicht und würde wie damals ein solches „Gespräch“ auch wieder abbrechen. Aber niemals abbrechen würde ich ein schönes, konstruktives, bereicherndes Pro und Contra, das allen beim Weiterdenken hilft.

Ich habe Angst, dass ich stecken bleibe. Ich möchte offen sein: selbstverständlich bin ich derzeit von meiner Haltung überzeugt, dass Kunst für alle Menschen gleichermaßen gedacht ist (auch wenn der eine oder die andere Kreative vielleicht wirklich nur für ein bestimmtes Publikum arbeitet), weil sie in meinen Augen sonst wenig Sinn machte. Wäre sie nur für einen kleinen akademischen Kreis, dann wäre sie einer Geheimsprache vergleichbar, die nur Eingeweihte verstünden, und was ist der Sinn einer Geheimsprache? Abschottung, Ausgrenzung. Dafür baut man doch keine Museen, lädt Kinder zum Arbeiten in Museumsgärten ein, wo ihre Arbeiten später ausgestellt werden oder holt Hauptschüler durch ein Kunstprojekt aus der Verweigerungshaltung, wie zuletzt in Krefeld geschehen, nur, um den Museumsbesuchern, den Kindern nach dem Ferienprogramm und den Hauptschulabgängern mit 17 zu sagen, dass alles nur „Verarsche“ war … dass sie gar nichts von Kunst „verstünden“. Dass man auf Hobbykünstler-Märkten niemals auf Kunst treffen könne, dass die Anwaltsgattin, die in der Kanzlei des Ehemanns ausstellt, nur eine „gefühlte Künstlerin“ sei und niemals ehrliche und ernst zu nehmende künstlerische Absichten hege. Niemals. Ohne Ausnahme.

Wenn sich aber alle einig sind, dass Kunst keine Geheimsprache ist und den verschiedensten Menschengruppen dient – und ich meine jetzt nicht den Dienst am Geldbeutel der bekannten und etablierten Mitgliedern der Szene, des Betriebs -, dann verstehe ich einerseits, dass mich wenige kritische Kommentare erreichen, aber nicht, dass nicht das Entgrenzen, das Einladen zur Kunst (sowohl zum aktiven Gestalten als auch zum Betrachten ohne Angst vor jeglicher sich eventuell stellender Frage) wie eine unwiderstehliche wunderbare Welle über die Menschen schwappt.

Wenn sich doch alle einig sind, warum stellt sich noch immer die Frage, ob diese oder jene Kunst „gut“ oder „schlecht“ zu nennen ist, ob dieser oder jene Preis für eine Arbeit „ausreichend angemessen“ ist. Wenn sich doch alle einig sind, warum kommt der Wald- und Wiesen-Journalist nicht mit aufrichtiger Neugier auf den Hobby-Markt und schreibt, was er denkt und fühlt, sondern erwähnt nur alle irgendwie, als Aufzählung … vielleicht könnte er ansonsten den Kultur-Redakteur noch überraschen mit seiner ehrlich wertschätzenden Haltung und den verständlichen Worten …

Wo ist der Mensch, der mir erklären mag, warum Kunst nur für eine Elite ist, die umeinander kreist? Der mir sagt, warum es seiner Ansicht nach auf Hobby-Märkten niemals Kunst geben könne und warum jede Anwaltsgattin dieser Welt niemals Konzeptkünstlerin sein könne, ob er sie kennt oder nicht, nicht ihren Hintergrund, nicht ihr Wissen und nicht ihre kreative Absicht.

Nur, um Missverständnissen vorzubeugen: ich bin keine Anwaltsgattin. Aber ich breche eine Lanze für alle kreativen Lieschen Müllers und Otto Normalkunstrezipienten; ich weiß, dass es da draußen jede Menge Menschen gibt, die in keine Schublade passen, denen kein Etikett gerecht wird. Die von keinem Etablierten in den Kunstzusammenhang gesetzt werden und so, wenn sie es selbst tun, belächelt und/oder beleidigt werden. Von denen behauptet wird, sie hätten nichts zu sagen, nur, weil man nicht hinhören und sich auseinandersetzen mag; sie hätten nichts Sehenswertes zu zeigen, nur, weil niemand mit Rang und Namen für sie die Werbetrommel rührt und daher niemand darauf kommt, sie anzusehen.

Ich hätte so gerne einmal Gegenargumente, die darüber hinausgehen, dass ich nichts davon verstünde ohne akademischen Hintergrund; ich würde mich so gerne einmal mit jemandem mit diesem Hintergrund unterhalten, der wirklich etwas erwidert, der sich meinetwegen herablässt auf die Ebene eines Gesprächs nur vor dem Hintergrund des „gesunden Menschenverstandes“. Dieser Jemand dürfte mich argumentativ richtig rund machen (oder wahlweise lang), er möge nur bitte direkt auf meine Argumente eingehen. Sie direkt entkräften. Mir sagen, warum sie nicht ziehen, woran es hapert.

Warum es nicht stimmt, dass das, was der Kunstmarkt ist, nichts oder zumindest wenig zu tun hat mit den Arbeiten der Kreativen, und zwar auch nicht mit denjenigen Arbeiten, die auf diesem Markt gehandelt werden. (Ich kann mit schwurbeligen Worten alles hypen und dasselbe niederreden; Professor B lässt jemanden zum Studium zu, der von Professor A mit denselben Arbeitsbeispielen abgelehnt wurde; eine Galerie arbeitet mit einem Ausstudierten, der zuvor von einer anderen abgelehnt wurde und macht ihn weltberühmt usw. usf.)

Warum der „normale Menschenverstand“ nicht ausreicht, sich über den abstrakten, nicht klar definierten Kunstbegriff unterhalten zu dürfen.

Warum es heißt, man sei bei der Kunstbetrachtung immer auf sich zurück geworfen, obwohl man gar nicht alles als Kunst ansehen darf … was wäre z. B., wenn eine Arbeit der Anwaltsgattin mich erfolgreich auf mich zurück werfen würde, d. h. mir einen neuen Gedankenimpuls geben könnte, ich sie aber leider nie zu Gesicht bekomme, außer die gute Frau ist wie einige andere bereit, sich auf einer privat ausgerichteten und beworbenen Veranstaltung lächerlich zu machen …

warum es verkehrt oder nicht sinnvoll wäre, auf Gerhard Richter und Lieschen Müller gleich offen zuzugehen und die Arbeiten beider gleich offen anzusehen … und apropos „Gerhard Richter“: zu etabliert ist auch nicht gut; es werden schon länger Stimmen laut, die seine angebliche „Unantastbarkeit“ beklagen… warum wird der Markt nicht als der Markt gesehen, die Börse nicht als die Börse und ein Bild Gerhard Richter’s nicht einfach als ein Bild Gerhard Richter’s, obwohl es an der Börse gehandelt wird … ?

Ich brauche jemanden, der mir die Argumente des Marktes verständlich macht, solange dieser versucht, eine angebliche Spreu vom angeblichen Weizen zu trennen – oder einen Angehörigen des Marktes, der mir beipflichtet.

Und auch, wenn das hier ein Blog ist … :

auf jeden Fall brauche ich Auseinandersetzung, Gespräch.

Viele Grüße,

Sabine

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